Was Beschäftigte wirklich wollen – und Stellenanzeigen oft nicht zeigen
Eine im Informationsdienst iwd veröffentlichte Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt: Die meisten Beschäftigten in Deutschland haben sehr klare Vorstellungen davon, was einen attraktiven Arbeitsplatz ausmacht. Doch genau diese Aspekte finden sich in Stellenanzeigen häufig nicht oder nur unzureichend wieder.
Besonders wichtig sind für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor allem drei Faktoren: Arbeitsplatzsicherheit, die Möglichkeit, das eigene Wissen einzubringen, und kurze Pendelzeiten. Diese Merkmale werden von Unternehmen zwar durchaus häufig kommuniziert, allerdings bleiben andere, ebenfalls stark gewünschte Aspekte erstaunlich oft unerwähnt.
So geben 77 Prozent der Befragten an, dass ihnen große Entscheidungsspielräume wichtig sind. 65 Prozent legen Wert auf eine leistungsabhängige Vergütung. In den untersuchten Stellenanzeigen tauchen diese Punkte jedoch kaum auf: Nur 3 Prozent heben Gestaltungsspielräume hervor, lediglich 4 Prozent erwähnen leistungsorientierte Gehaltsbestandteile.
Die Studie zeigt zudem Unterschiede nach Zielgruppen: Frauen legen beispielsweise noch größeren Wert auf kurze Pendelzeiten als Männer. Hochqualifizierte Beschäftigte messen Entscheidungsspielräumen und Karrieremöglichkeiten eine besonders hohe Bedeutung bei – Aspekte, die in entsprechenden Stellenanzeigen jedoch ebenfalls selten klar benannt werden.
Fazit der Untersuchung: Unternehmen könnten ihre Attraktivität als Arbeitgeber deutlich steigern, wenn sie ihre Stellenangebote stärker an den tatsächlichen Präferenzen potenzieller Mitarbeitender ausrichten.
Genau hier setzt das OG-Consulterteam an. Im Rahmen von Beratungen zu Arbeitsorganisation, Personalentwicklung und strategischer Ausrichtung unterstützt das Team mittelständische Unternehmen dabei, ihre Arbeitgeberattraktivität gezielt zu verbessern und sich im Wettbewerb um Fachkräfte klar zu positionieren.
